Die Pfingstferien sind etwas, worauf ich mich schon immer gefreut habe. Denn Pfingstferien bedeuten gleichzeitig urlieb, denn im Vergleich zu vielen anderen Familien fahren wir immer in diesen zwei Wochen weg (was vermutlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass Bayern neben Baden-Württemberg diese Ferien hat).
Und so war es auch dieses Jahr: zwei Wochen in einem Haus in der toskanischen Pampa mit den Familien meiner Tanten sowie meiner Schwester und ihrem Freund. Und das Beste: außer uns keine Touristen.
Um zwei Uhr in der Nacht ging es los: Kinder geweckt und ins Auto verfrachtet, damit diese dort weiterschlafen können, letzte Gepäckstücke in die freien Lücke unseres Mini-Busses (bei acht Personen absolut notwendig) und los ging es. Ich hatte mich bewusst dazu entschieden bis zwei Uhr wach zu bleiben um dann den Großteil der Autofahrt zu verschlafen, doch ich hatte die Rechnung ohne meinen neunjährigen Cousin gemacht, der aus einer Tour redete (obwohl erbeigentlich hätte schlafen sollen). So war ich die ganze Fahrt absolut übermüdet und gereizt. Bei Cesena haben wir uns gefühlt dreißig Mal verfahren, standen im Stau und so kam es, dass wir nicht wie geplant nach neun Stunden ankamen, sondern nach dreizehn. Puh.
Nach der Schlüsselübergabe und einer kleine Hausführung durch den Besitzer hieß es schließlich Ausladen und zum Einkaufen fahren. Da ich als einzige in meiner Familie etwas Italienisch kann (ich verstehe deutlich mehr als ich spreche), war meine Begleitung natürlich gefragt.
Den ersten Abend haben wir mit viel Wein, Chips, Billard und Whiskey (der mir nicht geschmeckt hat) ausklingen lassen, sodass ich dann um zwölf Uhr tot ins Bett fiel.
| Ein Teil der Einfahrt |
Die ersten Tage haben wir uns eingelebt und eine Art Routine entwickelt, was bei acht wuseligen und sehr hungrigen Kindern absolut notwendig war. Nach der ersten Raubtierfütterung (das Frühstück) hieß es erstmal Kinder eincremen, damit diese dann in den Pool hüpfen können und für's erste beschäftigt sind. Diese Zeit haben wir Erwachsene genutzt zu Lesen oder Gesellschaftsspiele zu spielen oder aufzuräumen (Kinder machen Unordnung!).
Mit meiner Schwester habe ich stundenlang Quixx (ein Kombinierpsiel mit Würfeln) , Kniffel und Scrabble gespielt. Vor allem Letzteres haben wir obsessiv gespielt und es war immer sehr unterhaltsam (vor allem weil wir manchmal sehr unanständige Worte legen konnten).
Mit meiner Schwester habe ich stundenlang Quixx (ein Kombinierpsiel mit Würfeln) , Kniffel und Scrabble gespielt. Vor allem Letzteres haben wir obsessiv gespielt und es war immer sehr unterhaltsam (vor allem weil wir manchmal sehr unanständige Worte legen konnten).
| Der Pool |
Da es meist sehr heiß war, gab es Mittags immer nur Eis, belegte Brötchen oder die Reste vom Vorabend (falls es überhaupt welche gab). In der Mittagshitze sind die Kinder häufig runter an den Wasserfall, sodass meine Schwester, ihr Freund und ich den Pool ganz für uns allein hatten. Ich bin jeden Tag mehrere Bahnen geschwommen, getaucht und habe sogar die Meerjungfrauenflosse meine Cousine anprobiert. Am Anfang war es etwas schwer mit dieser zu schwimmen, doch nach kurzer Zeit hatte ich den Dreh raus und bin wie Emma, Chleo und Ricki aus H2O-Plötzlich Meerjungfrau durch das Wasser gepflügt, wenn vielleicht auch nicht so elegant. Spaß gemacht hat es aber trotzdem. Vor allem in der zweiten Woche war ich mehrmals täglich im Wasser und anstatt langsam durch die Treppe hineinzugehen, bin ich wortwörtlich einfach ins kalte Wasser gesprungen. Dies hatte einen richtigen Nervenkitzel und ging natürlich deutlich schneller.
Am Abend haben meine Tante und ich dann immer gekocht. Da wir fünfzehn Personen waren, mussten wir immense Mengen zubereiten. Drei Kilo Nudeln kochen, dazu zwei verschiedene Soßen und eine große Schüssel Salat. Vor allem das Aufräumen und Spülen danach war immer eine Herausforderung und eine sehr zweitintensive Angelegenheit, da nach ein paar Tagen die Spülmaschine schlappgemacht hat und das Geschirr genauso dreckig herausgekommen ist, wie es eingeräumt wurde. Dank eines sehr abwechslungsreichen italienischen Radiosenders (von Schlager bis Heavy-Metal war alles dabei) war diese Prozedur einigermaßen erträglich.
Das Haus, das wir für die vierzehn Tage gemietet haben, war nicht nur groß und mit drei Küchen ausgestattet, sondern auch sehr rustikal eingerichtet. Die größte Zeit haben wir aber draußen verbracht, da wir durchgehend gutes Wetter hatten. Dadurch, dass wir mitten in der italienischen Pampa waren, in einem kleinen Städtchen namens Sansepolcro (das ist eine halbe Stunde mit dem Auto von Arrezzo entfernt), sind wir nicht einmal beim Einkaufen Deutschen begegnet (was sehr angenehm war, da wir letztes Jahr in einem überfüllten Feriendorf gewesen waren und es einfach nur FURCHTBAR war).
| Ausblick von der überdachten Terrasse, auf der wir sehr viel Zeit verbracht haben, da dort ein RIESIGER Steintisch stand |
| Ein Teil des Hauses |
Der Erholungseffekt war trotz des ständigen Babysitten sehr hoch, da wir von Natur und Ruhe umgeben waren. Insbesondere der Wasserfall war ein absolutes Highlight und eine wunderschöne Fotokulisse.
Meine Tante als auch meine Schwester hatten ihre Hunde dabei, die wir dann, wenn es richtig heiß war, zum Wasserfall mitgenommen haben und sie dort ins Wasser getragen haben (manchmal muss man den Hunden zu ihrem Glück verhelfen). Diese eher unfreiwillige Abkühlung hat den beiden aber immer sehr gut getan, sodass sie danach wieder munter umherspringen konnten.
| Bobby, der Hund meiner Tante |
An einem Tag sind wir nach Arrezzo gefahren. An sich eine tolle Idee, denn ich liebe es italienische Städte zu erkunden. Jedoch wurde dann daraus ein Shoppingtrip, sodass ich genervt und gelangweilt hinter allen hergedackelt bin. Am Tag darauf waren wir Abend in einem typisch italienischen Restaurant essen. Das Essen war ganz in Ordnung- ich hatte eine Pizza mit Grillgemüse- aber dafür war die Bedienung mega nett und das Ambiente war richtig gemütlich.
Zu der ganzen Erholung kam auch noch ein Social-Media-Detox. Die Wlan-Verbindung war extrem schlecht (zudem waren wir in einem Funkloch), sodass ich dann einfach mein Handy kaum genutzt habe. Die ersten Tage war es ungewohnt aber dann habe ich Instagram & Co. kein einziges Mal vermisst. Es war sogar ziemlich erholsam, nicht immer den Drang zu haben alles abzuchecken, ob es irgendetwas Neues gibt und es hat sich schon etwas erschreckt, wie sehr dieses Scrollen zu einem festen Teil meines Alltags gehörte, denn schließlich kann man so viele andere Dinge stattdessen tun.
FAZIT
Der Urlaub war wirklich erholsam, wenn auch sehr ungewohnt, da wir wirklich unter uns waren. Doch für mich war es gut, da ich so mal wieder schwimmen konnte, ohne, dass es für mich eine extreme Stresssituation war. Zwar war dies hier nicht mein liebster Urlaub, aber dennoch einer, an den ich gerne zurückdenken werde, da wir einfach unsere Ruhe hatten und die Seele baumeln lassen konnten.
Wie und wo verbringt ihr am liebsten euren Urlaub?
Arrivederci!
Elisa
2 Kommentare
Wir waren selbst erst in der Toskana und haben die Zeit sehr genossen! Wir standen dann leider auch mal im Stau... ließ sich an Pfingsten wohl einfach nicht vermeiden. ;)
AntwortenLöschenUnd Scrabble spielen wir auch immer gerne, wobei die Regeln mit fortschreitender Spieldauer immer lascher umgesetzt werden und am Ende immer ziemlich wirre Wortschöpfungen entstehen! ;)
Haha ja, da hast du recht! Meine Schwester und ich waren am Ende sehr kreativ um unsere Buchstaben irgendwo anlegen zu können. :)
LöschenHi Du ❤
Ich freu mich über Deinen Kommentar.
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Also versuch es gar nicht erst ;)
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