Mein letzter Post ist nun über ein halbes Jahr her. Um ehrlich zu sein hatte ich nicht wirklich die Intention hier noch einmal etwas zu schreiben, aber aufgrund meiner aktuellen beschränkten Möglichkeiten meinen Hobbies nachzugehen (dazu später mehr), starte ich mal wieder einen Versuch, dieses Online-Tagebuch (obwohl es mittlerweile eher einem Archiv gleicht) weiter zu führen.
Obwohl mir bewusst ist, dass durch Instagram und TikTok die Zeiten des typischen Bloggens vorbei sind, führt es mich doch immer wieder hierher zurück, vermutlich, da so ein geschriebener Blogartikel nicht so schnelllebig ist wie ein einminütiges TikTok-Video.
Um das neue Jahr hier noch gerade rechtzeitig und nicht allzu spät einzuläuten, gibt es hier mal wieder einen Post über meine INS&OUTS für 2025. Also Dinge, die ich erreichen bzw. ablegen möchte- im Prinzip eine Abwandlung der typischen Vorsätze. Denn ganz ehrlich, wer hält sich schon an diese?
INS
» soft productivity: Ich muss zugeben, dass auch ich die vergangenen Jahre in dieser toxischen Produktivität festgehangen bin, vor allem da einem auf Social Media suggeriert wird, dass man nur dann sein Leben so richtig im Griff hat. Auf seine persönlichen Grenzen achten? Fehlanzeige. Ich habe gemerkt, dass mir dieses permanente Husteln überhaupt nicht guttut und es überhaupt nicht schadet auch mal fürn gerade sein zu lassen. Denn schließlich ist es nicht die Quintessenz des Lebens sich bis in jede Faser zu optimieren.
» Baby gesund zur Welt bringen: Ja, du hast richtig gelesen, ich werde einfach Mama. An den Gedanken habe ich mich irgendwie noch nicht wirklich gewöhnen können, auch wenn dieses Kind absolut geplant und gewollt ist. Und auch mit meinen 27 Jahren fühlt es sich absurderweise an wie eine Teenie-Schwangerschaft. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, den kleinen Krümel im späten Frühjahr endlich kennenlernen zu dürfen.
» mehr auf mich achten: Oftmals kümmere ich mich mehr um andere als um mich selbst, oder erlaube mich nichts, was ich anderen ohne weitere Gedanken gönnen würde. Wie sich dies im letzten Jahr eingeschlichen hat, weiß ich nicht, aber es war vermutlich ein Prozess und dem Druck seinen ganzen Erwachsenen-Kram irgendwie geregelt zu bekommen, dass ich mich einfach hinten angestellt habe. Das möchte ich 2025 auf jeden Fall ändern.
» in der Ruhe liegt die Kraft: Ich lasse mich in meinem Privatleben sehr schnell stressen, was definitiv keine gute Eigenschaft von mir ist. Alles muss dann immer sofort passieren, als würde mich etwas wegrennen. Deswegen will ich 2025 mehr durchatmen und entschleunigen.
OUTS
» Dinge in mich hineinfressen: Wenn es mir nicht gut geht, schweige ich. Und das ist absolut nicht gut für das eigenen Wohlbefinden. Dabei lösen sich die Konflikte oder angeblichen Probleme viel schneller, wenn man sich jemanden mit ins Boot holt.
» Perfektionismus: Ein Thema, das mich schon so gut wie mein ganzes Leben lang verfolgt. Ich selbst lege mir durch meine unrealistischen Ansprüche die größten Steine in den Weg und ich mache es mir wirklich nicht leichter (auch wenn ich das zu Beginn stets glaube).
» Sachen behalten, die keinerlei Nutzen oder Wert für mich haben: Ich bin wieder am Aussortieren. Und gehe noch radikaler vor als sonst. Über die Jahre hat sich so viel angesammelt und auch wenn ich ab und an meine Besitztümer durchgegangen bin, haben sich diese nur bedingt verringert. Kein Mensch braucht so viel Besitz und auch wenn ich jetzt niemand bin der übermäßig viel kauft, so will ich mich dennoch von unnützem Ballast trennen, damit mein Kopf endlich frei(er) wird.
» Prokrastinieren: Jede Person kennt sie- diese Aufgaben die man MONATELANG vor sich hinschiebt und dann, wenn man letztentlich doch gezwungen wird diese anzugehen, stellt man fest, dass es nur ein paar MINUTEN gebraucht hätte und die ganze Aufschieberitis absolut umsonst war. So ist es mir nicht nur einmal ergangen, weshalb ich das unbedingt ablegen möchte, da es sowas von überflüssig ist.
Ich bin gespannt, was 2025 für ein Jahr wird, denn schließlich wird sich mein ganzes Leben ändern und vermutlich auch dadurch meine Prioritäten, Einstellungen oder vielleicht auch sogar Charaktereigenschaften. Aber ich bin auch zuversichtlich, dass ich es schaffen werde, mehr Balance in alles zu bringen und nicht mehr so zwischen den Extremen zu schwanken.
In diesem Sinne
Elisa
