»Was in Amsterdam passiert, bleibt im Amsterdam«.
Dieser Satz hört sich wohl nach purer geheimer Eskalation an, jedoch war dies nur ein Insider zwischen meinem Mann N., seiner sehr guten Freundin S. und mir, als wir für vier Tage in der Hauptstadt der Niederlanden waren.
Dieser Ausflug ist zwar schon länger her, dennoch will ich euch diese Tage nicht vorenthalten, da ich weiß, dass Amsterdam ein sehr beliebtes Reiseziel ist und man doch immer froh im Empfehlungen ist (so geht es mir zumindest).
Wir sind am Donnerstag, den 29. Februar mit KLM, einer niederländischen Airline, von München aus geflogen. Deutsch, wie wir sind, waren wir total begeistert als wir dann kostenlos eine kleine Flasche Wasser und ein Käsebrot bekommen haben! Der Flug ging superschnell rum und da wir auch nur Handgepäck dabei hatten war unsere nächste Mission vom Bahnhof zum Hotel zu kommen. Das gestaltete sich als gar nicht so leicht, denn wir waren etwas überfordert, als wir unsere OV-Chipkarte auftreiben mussten. Diese funktioniert wie die Oyster-Card in London: Man lädt Guthaben drauf und scannt diese dann beim Ein- und Aussteigen bei Bus und Tram. Was mich gleich zu unserer nächsten Herausforderung bringt: Den Bus finden. Draußen waren so viele Taxifahrer, die richtig aggressiv herumgebrüllt haben. Nicht gerade charmant. Umso froher waren wir, als wir ENDLICH unseren Bus gefunden haben und nach zwanzigminütiger Fahrt im Citiez-Hotel in Osdorpplein angekommen sind.
Nachdem wir unser Gepäck abgelegt und uns kurz frisch gemacht hatten, nahmen wir auch schon die nächste Tram Richtung Innenstadt, denn schließlich wollten wir diese erkunden. Die Architektur in Amsterdam ist einfach der Hammer und auch die Atmosphäre hat mir wahnsinnig getaugt. So hat uns nicht einmal der starke Regen, der plötzlich eingesetzt hat, die Laune verderben können. Wir sind durch die Geschäfte gebummelt, die wir nicht kannten und haben einfach nach Dingen Ausschau gehalten, die vielleicht spannend sein könnten.
Der Hunger hat uns dann in ein veganes Burgerrestaurant getrieben, in dem wir uns bunt gefärbte Burger einverleibt haben, dazu Süßkartoffelpommes und Onion Rings. Das Essen war lecker, hat uns aber nicht vom Hocker gehauen. Optisch sah das Ganze aber richtig fancy aus.
Am Abend sind wir dann nach der aktuellen Folge "Germanys Next Topmodel" totmüde ins Bett gefallen.
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| Ist das Kunst oder kann das weg? |
Am Freitag, den 01. März waren wir im Van Gogh Museum- dafür hatten wir uns schon im Voraus Tickets gekauft, sodass wir nicht anstehen mussten, sondern bei unserem Timeslot direkt die beiden Ausstellungen- eine Sonderausstellung und die Dauerausstellung besichtigen konnten. Es war recht viel los, sodass es mir schwergefallen ist, die einzelnen Bilder in Ruhe zu betrachten oder die einzelnen biographischen Stationen Van Goghs wirklich erfassen zu können, nichtsdestotrotz fand ich es cool mal in so einem richtigen Kunstmuseum gewesen zu sein. Außerdem gab es in dem Museumsshop richtig schöne Souvenirs!
Im Anschluss hat es uns wieder in die Innenstadt verschlagen. Diesmal haben wir uns eine Stroopwafel (sieht krasser aus als es schmeckt) und Pommes (waren sehr lecker!) geholt um unseren kleinen Hunger zu stillen. Dann sind wir auch noch an einem Käseladen vorbeigekommen bei dem wir uns durchgefuttert haben- letztendlich haben N. und ich uns einen Käse für daheim mitgenommen und S. hat ein Käseset für ihre Eltern gekauft.
Am Abend waren wir wieder in Osdorpplein und haben in Molly's Arena Ramen gegessen und den Tag mit Airhockey und Co. ausklingen lassen.
| Obwohl wir echt viel Hunger hatten, haben wir alle unsere Portionen nicht geschafft- es war aber sehr lecker! |
Am Samstag haben wir fast den ganzen Vormittag damit verbracht, ein leckeres Frühstück aufzutreiben. Die ganzen Cafés waren bei dem wunderbaren Wetter proppenvoll, sodass wir erst gegen Mittag etwas gefunden haben- so war es auch eher ein Brunch, dafür aber ein sehr ausgiebiger, mit belegtem Bagel und fancy Kaffee.
Natürlich sind wir auch wieder in der Stadt herumgelaufen, haben sogar ein bisschen geshoppt (mehr wäre in unsere Rucksäcke auch gar nicht reingegangen). Am Abend waren wir dann in Madame Tussauds, das im Vergleich zu dem in London echt klein war, aber mir trotzdem richtig gut gefallen hat. Ich finde es einfach TOTAL faszinierend wie echt diese Wachsfiguren aussehen! Auch hier hatten wir unsere Tickets im Voraus gebucht, weil vor Ort welche zu bekommen ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Abends waren wir noch Koreanisch essen. Unser Geldbeutel hat zwar echt geblutet, aber es war dafür sehr lecker.
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| Ich habe mich wie ein Schnitzel gefreut, als ich die Wachsfigur von Harry Styles entdeckt habe! |
An unserem letzten Tag hatten wir, bevor wir uns auf dem Weg zum Flughafen machen wollten, eine ganz klare Mission: Wir wollten zu der viralen Bäckerei, die mit Pistazienmuß gefüllte Cruffins (eine Mischung aus Croissant und Muffin) verkauft und die Leute dafür wirklich Schlange stehen. Die Rede ist von der Bäckerei Saint-Jean. Gesagt getan. Wir haben unsere sieben Sachen gepackt, haben uns einen Kaffee geholt und haben ausgecheckt. Ab in die Tram und dann 25 Minuten zu Fuß durch Amsterdam. Der längere Spaziergang war aber super, denn wir sind durch Wohnviertel gelaufen, in denen es richtig ruhig war und man so nochmal eine andere Seite der Stadt gesehen hat.
Wir haben dann ungefähr nochmal 20 Minuten gewartet bis wir dann ENDLICH unsere Cruffins hatten. Ich habe noch nie so ein leckeres, dekadentes Gebäck gegessen (und ich habe schon sehr viel Kuchen und Co. in meinem Leben gegessen).
Gesättigt und überzuckert ging es dann weiter zum Flughafen. Zum Glück waren wir frühzeitig dort, denn wir haben ewig nicht den richtigen Terminal gefunden. Zugegebenermaßen war dieser auch etwas versteckt. Nach der Sicherheitskontrolle sind wir gefühlt bis ans andere Ende zu unserem Gate gelaufen- das war wirklich eine Meile!
Der Rückflug verlief ganz entspannt- nichtsdestotrotz waren wir absolut kaputt, als wir dann in München gelandet sind. Diese vier Tage mit den tausend Eindrücken haben sich dann doch bemerkbar gemacht.
FAZIT: Ich will definitiv noch öfters nach Amsterdam. Der Vibe der Stadt hat es mir einfach angetan, genauso wie die Architektur und die Menschen dort sind einfach unfassbar freundlich. Besonders cool: man kann ÜBERALL mit Karte zahlen und es ist sogar eher so, dass kein Bargeld akzeptiert wird. Amsterdam ist eine internationale Stadt und das merkt man auch, dass hier alle Welt herkommt. Es spricht so gut wie jeder Englisch- sodass es auch keine Sprachbarriere gibt, wobei ich aber auch schon die Erfahrung gemacht habe, dass man sich auch auf Deutsch bzw. Niederländisch unterhalten kann, da sich die Sprachen sehr ähnlich sind und man nur bei einigen Worten nichts versteht.
Mit Handgepäck zu reisen hatte den Charme, dass man nicht bei der Gepäckausgabe warten muss, jedoch hatte ich vergessen, wie schnell Klamotten stinken, wenn man den ganzen Tag in der Stadt unterwegs ist. Außerdem liebe ich es, wie man in so Großstädten easy mit den Öffis von A nach B kommt und man aber auch kilometerweit laufen kann und es immer was zu sehen gibt. Besonders fasziniert hat mich, dass so viele Leute mit den Fahrrad fahren und die Infrastruktur dafür aber auch echt gegeben ist: Es gibt extrabreite Fahrradwege die sogar mir einem Grünstreifen von den Autos abgetrennt sind, sodass es hier keine gefährlichen Überholmanöver gibt.
Ich kann euch also einen mehrtägigen Ausflug nach Amsterdam wirklich nur empfehlen, wenn ihr es liebt euch Städte anzuschauen und diese zu erkunden.
In diesem Sinne,
Elisa
























