ONE WEEK IN LONDON- Ein Reisebericht ✈️🇬🇧 [Teil 5]
Hallo alle zusammen!
Das ist der fünfte Teil meines siebenteiliges London-Berichtes. In diesem Beitrag erzähle ich von unserem gruseligem Aufenthalt im London Dungeon, wie unsere Fahrt mit dem London Eye (vorläufig) wortwörtlich ins Wasser fiel und wie wir aus dieser Misere doch noch etwas Gutes machten. Viel Spaß beim Lesen!
Zur besseren Verständnis habe ich meinen Familienmitgliedern Namen (sprich Pseudonyme) gegeben (die nicht einmal willkürlich gewählt sind), damit es den Lesefluss nicht stört. Hier eine kleine Legende zur Orientierung:
Mama= meine Mama
Julia= meine jüngere Schwester Schwester (17)
Maxi= meine jüngste Schwester (8)
Sabine= meine Tante, jüngere Schwester von Mama
Sarah= meine älteste Cousine (11)
Susi= Tante Nummer zwei, jüngste Schwester von Mama
Rosalie= meine zweitälteste Cousine (9)
Leo= mein Onkel, Ehemann von Sabine
Disclaimer: Alle Bilder sind mit dem Handy geschossen und meist aus dem Moment heraus entstanden. Deshalb ist die Qualität nicht die Beste, aber meines Erachtens ausreichend um Einblicke in die Reise zu geben.
Montag, 19. August 2019 | Eine unfreiwillige Dusche, Gleis 9 3/4 oder warum ich keine Kichererbsen mehr sehen kann
Neue Woche, neues Glück! Für den Monat hatten wir uns viel vorgenommen: ein Besuch des London Dungeon, eine Fahrt mit dem London Eye und Vintage-Shopping nach einer Bootstour über die Themse. Nach dem Frühstück fuhren wir wie üblich mit der Underground. Unser Ziel: die Waterloo-Station. Nach viel Eile und Verirren (weil keiner ja auf mich hören wollte!) haben wir endlich das London Dungeon gefunden und durften auch nach kurzer Zeit für zu der gebuchten Tour. Was das London Dungeon ist? Eine Gruselkabinett, das mit Schauspielern durch die unheimlichste Epoche London führt. Um ein paar Stichworte zu nennen: Jack the Ripper, Guy Fawkes und Sweeney Todd. Manche der Stationen waren wirklich ekelhaft und gruselig, andere informativ und unterhaltsam. Absolutes Highlight: der freie Fall am Ende! (klingt krasser alles war, Spaß gemacht hat es aber trotzdem!)
Danach war es auch schon Mittagszeit. Während die anderen sich wieder Fish and Chips geholt haben, bin ich zu Prêt à manger gelaufen und haben mir dort einen veganer Hummus-Falafel-Wrap geholt. Nun hatten wir noch genug Zeit, bis wir uns für die Fahrt mit dem London Eye anstellen mussten. Womit wir aber nicht gerechnet hatten: ein Regenguss der Stärke Sintflut. Es hat wirklich aus Eimern gegossen und trotz Regenjacke und unterstellen waren innerhalb von Sekunden bis auf die Haut durchnässt. Das Wasser stand zum Teil knöcheltief, weshalb wir beschlossen zu unserer Unterkunft zu fahren, uns mit einer Tasse Tee aufzuwärmen und was frisches anzuziehen. Da sich unsere Gruppe getrennt hatte, haben wir uns bei der überdachten Waterloo-Station noch kurz aufgewärmt, bevor wir uns dann in die Underground gesetzt haben. Zum Glück konnten wir die Fahrt mit dem London Eye auf den darauf folgenden Tag verschieben.
Frisch umgezogen fuhren wir dann zu Kings's-Cross-Station, mit dem Vorsatz in den berühmten Harry-Potter Shop zu gehen (circa zwei Tage zuvor waren wir schon mal da, man musste aber anstehen weil so viele Leute da waren!). Das tolle an Kings's Cross: überall ist Musik zu hören, da mehrere Klaviere in der Halle stehen und immer jemand darauf spielt. Schließlich sind wir in das sehr volle Geschäft und ich war total im Fan-Modus. Hier gab es wirklich zahlreichen Fan-Artikel, die man sich nur vorstellen konnte: Tassen, Notizbücher, T-Shirts, Hoodies, Kuschelsocken, Kissenbezüge, Zauberstäbe, Magnete, Schlüsselanhänger, Kuscheltiere und und und. Ich habe mir zur nichts gekauft, dennoch alles bewundert und mich richtig mitreißen lassen (und hatte dann richtig Lust die Filme zu sehen!).
| Dieses Bild von dem halben Wagen kennt doch fast jeder, oder? |
Nun aber die Frage: was machen wir als nächstes? Ich hatte noch im Kopf, dass Camden-Market sehr interessant und bunt sein soll, weshalb wir dann auch dorthin gefahren sind. Und Holy Moly, da war was los! Zahlreiche Straßenstände, zahlreiche Kulturen auf einem Fleck (wir musste auch mit ansehen, wie es eine Fast-Rangelei gab, die von der Polizei aufgelöst werden musste). Auch die Häuser-Fassaden waren bunt und vielfältig. Überall war Musik und als wir dann in das »Herz« von Camden-Market sind, gab es noch mehr zu sehen. Zu erwähnen ist, dass man vor allem hier wegen der Taschendiebe aufpassen muss, da es sehr viel Gedrängel gibt.
Es gab so viele Geschäfte und Essensstände, dass wir zuerst etwas überfordert waren. Die Kinder haben dann Mini-Pancakes gegessen und anschließend haben wir ein Vintage-Café gefunden, das Jazz-Musik gespielt hat und dann auch noch Second-Hand-Klamotten führte. Das Ambiente war einfach nur genial und ich habe es geliebt die einzelne Kleiderstangen durchzugehen und diese Atmosphäre aufmischt wirken zu lassen (denn ich bin ein absoluter Vintage-Fan!).
| So sieht King's Cross übrigens von außen aus. |
Schließlich sind wir dann um sechs Uhr zurück gefahren (da schließt Camden-Market auch) und obwohl ich Hunger hatte, habe ich dort nichts gegessen, da ich einfach keinen Appetit auf noch mehr Hummus und Falafel hatte (die ich seit unsere Ankunft in London so gut wie jeden Tag gegessen hatte).
Am Abend gab es wieder Salat (dabei hat meine Mama den Rauchmelder ausgelöst, da sie die Croutons zu stark angebraten hatte, doch zum Glück haben wir es geschafft, diesen wieder auszuschalten). Nach dem Abendessen haben wir es uns noch auf dem großen Sofa bequem gemacht und gequatscht, sowie die Uhrzeit für unsere Fahrt mit dem London Eye festgelegt (denn diese wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!)
Wie unschwer zu erkenne ist, war dieser Tag ziemlich chaotisch und doch zählt er zu meinen liebsten, da wir aus einer unschönen Situation noch was Gutes gemacht haben und noch wirklich tolle Dinge erlebt haben. Camden-Market hat mich wirklich beeindruckt!
Liebste Grüße
Elisa


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