THIS IS 2022 | JUNI- Der wohl schlimmste Urlaub meines Lebens 🤯

by - Samstag, Mai 27, 2023

Um den Titel direkt vorwegzunehmen: Mein heißgeliebter Pfingsturlaub war alles andere als erholsam. Ich hatte selten in meinem Leben so schlimme Ängste. Angst um meine Gesundheit, Angst vor Medical Gaslighting, Angst, dass als das Gute, was mir in den letzten Monaten passiert ist, zu verlieren.
Das mag jetzt alles vielleicht etwas melodramatisch klingen, doch lasst mich erzählen, warum mein Lieblingsmonat im Jahr 2022 der absolute Horror für mich war.


GELESEN
Drei Frauen (Lisa Taddeo) 
Eine Handvoll Worte (Jojo Moyes) 
Die Frau die im Mondlicht aß (Anita Johnston)
Körperschemastörungen erkennen und behandeln (Elke Weigel) 

ERLEBT

Wenn ich im Urlaub nicht so viel hätte lesen können, wäre ich vermutlich durchgedreht. Meine Cousine hatte die Grippe und die Hälfte der Familie hat sich angesteckt, inklusive mir. Nach meiner Corona-Infektion war das natürlich der Gipfel. Noch nie in meinem Leben habe ich mich so schwach gefühlt.  Ich hatte zwar nur Halsschmerzen und Abgeschlagenheit, doch es wurde einfach nicht besser. Es gesellten sich zudem Kopfschmerzen, Brain Fog, Konzentrationsschwierigkeiten, absolute Erschöpfung und Beine, die sich wie Wackelpudding anfühlten, hinzu. Ich hatte wahnsinnige Angst, nie wieder gesund zu werden- vor allem weil man ja immer wieder von jungen Menschen hört, die sich nach ihrer Corona-Infektion nicht mehr erholten. Natürlich bekam ich Panik, denn nur zu oft hatte ich erlebt, dass Ärzte mich aufgrund meiner psychischen Krankheitsgeschichte nicht ernst nahmen. Würde ich das nun die ganze Zeit erleben müssen?

Ich flüchtete mich also in die Bücher und da ich zum Pride-Month eine Post-Aktion mit ein paar anderen Bloggerinnen auf Instagram hatte, war ich auch hier bei der Beitragserstellung und dem fleißigen Teilen der anderen Posts in meiner Story etwas abgelenkt.
Trotzdem ging es mir alles andere als gut und ich spielte oft mit dem Gedanken einfach 20 Stunden mit dem Zug zurück in die Heimat zu fahren, in der Hoffnung dem irgendwie zu entkommen. Durch das Zureden meiner Tanten blieb ich dann doch.


Dieses Bild ist bei einem spontanen Ausflug entstanden. Wir waren eigentlich auf dem Rückweg vom Meer, als meine Tante K. eine Beschilderung die auf ein Naherholungsgebiet hinwies, gesehen hat. Touris wie wir waren, wollten wir natürlich wissen, was es damit auf sich hat. So haben wir ein kleines Dörfchen mit großen Parkanlagen direkt an der Küste gefunden und sind dort spazieren gegangen. Auch wenn ich zunächst nicht so erpicht darauf war, da ich körperlich so erschöpft war, wollte ich mich darauf einlassen, denn ich wusste, dass spazieren gehen mir immer gut tat und schließlich wollte ich ja auch was anderes sehen als unser Ferienhaus. Es war wirklich, wirklich schön. Die Häuschen waren richtig süß und ich habe den besten Crêpe meines Lebens gegessen. Dieser wurde mit Vanille-Butter (?) bestrichen und ich war im siebten Himmel.


Am vorletzten Tag sind meine jüngere Tante S, meine drei Cousinen und meine Oma zum Atlantik gefahren. Nach einer 45-minütigen Wanderung durch die französische Pampa bei gut 30 Grad in der prallen Sonne waren wir endlich da. 
Wir haben uns ein kleines schattiges Lager errichtet und den kühlenden Wind genossen und sind ab und an in das eiskalte Wasser gehüpft, was bei den steigenden Temperaturen echt gut getan hat. Es hatte einfach 38 Grad, doch die Hitze war echt gut aushaltbar und ich war sehr froh nicht bei den anderen im Haus geblieben zu sein. Vor allem konnte mein Kopf nach den Strapazen endlich langsam abschalten und zum ersten Mal in den zehn Tagen spürte ich so etwas wie Urlaub-Feeling. Wir waren bis zum späten Nachmittag dort und haben natürlich wieder ganz viel Pain au chocolat gefuttert und literweise Wasser getrunken.
Der Rückweg war sehr anstrengend, da der Boden sich richtig krass aufgeheizt hat und die Luft einfach gestanden ist. Hinterher waren wir alle fix und fertig und ich bewundere meine Oma wirklich, dass sie so gut durchgehalten hat.

INSTAGRAM STORIES

Bild 1 & 2: Ich war einfach knapp zwei Wochen Corona-Positiv und es hat wirklich lange gedauert bis meine Symptome nachgelassen haben. Es hat mich auch sehr gestört nicht bei der Eröffnung der neuen Pustet-Filiale dabei sein zu können, aber Gesundheit geht eben vor.

Bild 3: Die Aussicht die wir vom Grundstück unseres Ferienhauses hatten, war einfach super. 


Bild 1: Ich saß oder lag sehr oft draußen an der frischen Luft und habe gedöst oder gelesen (aus oben genannten Gründen). Was mich auch sehr überrascht hat, war, wie sehr mir der Klimawechsel zu schaffen macht, obwohl es sich eigentlich nicht allzu sehr vom mediterranen Raum unterschieden hat. 

Bild 2: Dieses Buch war so grandios und war definitiv ein Highlight 2022. Es hat zwar nicht sehr viele Seiten, aber so eine starke Botschaft und es gibt einem ganz viele Anstöße zum Nachdenken und Refelktieren.

Bild 3: Durch das Krank-Sein habe ich kaum Appetit gehabt, sodass ich mich hauptsächlich von Brot, Avocado, Käse, Tomaten und Pain au chocolat ernährt habe. Ich habe in den zwei Wochen fast 2 Kilo abgenommen- wenn ich keinen Appetit habe, ist bei mir wirklich was im Busch!


Bild 1: Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele Runden wir gespielt haben. Um es ganz kurz vereinfacht zu erklären: Ziel des Spieles ist es, möglichst clever seine Steine abzulegen und dadurch Punkte zu sammeln.

Bild 2: Ich habe gefühlt jeden Tag meinen Pikachu-Pulli getragen. Gekauft habe ich ihn während des Lockdowns und seitdem zählt er zu meinen liebsten Kleidungsstücken.

Bild 3: Bobby, der Hund meiner Tante hat mich immer wieder aufgemuntert. Vor allem kann man mit ihm richtig toll spielen.


Bild 1: Dieses Buch hat mir auch echt gut gefallen. Es stand schon sehr lange auf meiner Want-to-read-Liste und deswegen war ich ganz gespannt darauf, es endlich lesen zu können.

Bild 2: Standardfrühstück in Frankreich. Ganz ehrlich: Französisches Gebäck ist einfach anders lecker und ich vermisse es einfach immer noch!

Bild 3: An einem freien Tag war ich beim Frisör und habe meine Haare abschneiden und knallrot tönen lassen (habe davon aber leider kein Bild). Danach sind mein Freund und ich noch zu Waffle-Brothers gegangen und ich habe noch nie so was Leckeres und Dekadentes gegessen.  Absolut empfehlenswert!

Hier noch eine Video-Empfehlungen:
Und sonst so? An meinem letzten Urlaubstag habe ich mein Geburtstagsgeschenk einlösen können: Ein zweistündiger Aufenthalt in MySpa. Es waren die erholsamsten 120 Minuten meines Lebens und ich kann dir einen Besuch mit Freund*innen dort nur empfehlen. Man muss zwar zeitig buchen und es ist auch nicht günstig, aber es lohnt sich meiner Meinung nach jeder einzelne Cent!

Mein Freund und ich waren mit ein paar Freunden auf dem Holi-Festival. Es gab viel zu wenig Schattenplätze, es war viel zu teuer und die Musik war schlecht. Dennoch hatten wir sehr viel Spaß uns mit dem Farbpulver abzuwerfen. Am Abend waren wir dann noch beim Asiaten und haben uns die Bäuche vollgeschlagen.

Außerdem hatte ich endlich meinen MRT-Termin wegen meiner Kopfschmerzen. Gott sei Dank war alles soweit unauffällig, sodass ich mir ein Rezept für eine Physio-Therapie habe ausstellen lassen um so die sogenannten Spannungskopfschmerzen zu behandeln.


Der Juni hat definitiv seine Spuren bei mir hinterlassen. Ich habe nach wie vor Probleme damit krank zu sein oder auch zu erfahren, dass jemand in meinem näheren Umfeld krank geworden ist. Mir hat das Ganze nochmal vor Augen geführt, wie wichtig mir meine Gesundheit ist und wie oft ich diese zum Teil als selbstverständlich erachte, obwohl ich weiß, dass sie es nicht ist. Deshalb habe ich es mir auch zum Ziel gesetzt meinen Körper zu stärken und ihn gesund zu halten.

Ich habe auch feststellen müssen, dass ich doch lieber immer auf mein Bauchgefühl, als auf meine Vernunft hören sollte, denn letzte hat meistens Unrecht. Vielleicht kann ich meinem inneren Kompass doch mehr trauen als angenommen.

In diesem Sinne
Elisa

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1 Kommentare

  1. Hallo liebe Elisa,
    ich kann anhand deiner Erfahrungen sehr gut verstehen, dass dich die Krankheit mental stark runtergerissen hat.
    Du hattest in diesem Monat aber auch einige richtige schöne Erlebnisse und Wohlfühlmomente. Das braucht die Seele dann auch.

    Die Bilder vom Meer lösen bei mir direkt Fernweh aus. Richtig schön <3

    Ich wünsche dir alles Gute.

    Liebe Grüße
    Tanja

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