LOCKDOWN LIGHT
Wir leben in einer seltsamen Zeit. Sie ist schnelllebig, voller Innovationen und doch ist es einem Virus gelungen, dieses rasante Dasein rapide zu entschleunigen. Es ist wieder »Lockdown«. Man darf vor die Tür, doch das Leben, scheint sich eher in den eigenen vier Wänden abzuspielen, sofern man noch die Möglichkeit hat arbeiten zu gehen.
Ich bin sehr froh darum in dieser unsicheren Zeit trotzdem arbeiten zu können, obwohl dies bedeutet, mehrere Stunden am Tag die Maske tragen zu müssen. Aber es bedeutet auch ein Stück Normalität in all dem Wahnsinn. Dieser Wahnsinn hat sich in meinem Kopf schon so sehr als das neue »normal« etabliert, dass ich oft irritiert bin, wenn ich Serien oder Filme schaue, in denen die Welt noch in Ordnung ist, Restaurants, Theater, Clubs, Kultureinrichtungen normal geöffnet haben und man sich keine Gedanken darum machen muss, wenn der Hintermann einem in den Nacken atmet (auch wenn es generell keine angenehme Sache ist). Ich träume sogar schon davon, meine Maske vergessen zu haben oder das alle in meinem Umfeld es als unnötig empfinden.
Und es macht mich mehr als wütend, dass so viele diese Pandemie leugnen. Die keine Ahnung haben, wie es auf den Intensivstationen aussieht, in den Krankenhäusern, die auch ohne Covid bereits extreme Probleme mit Personalmangel haben. Es macht mich wütend, dass die Gedenkfeier in Hanau nicht stattfinden durfte, in Leipzig aber eine Plattform für zwanzigtausend [rechtsextreme] Querdenker gegeben wurde. Und es macht mich wütend, dass in diesen Zeiten diejenigen am meisten Gehör bekommen, die das Wenigste wirklich wichtige zu sagen haben.
Ja, ich habe Angst. Weil es eine unkontrollierbare Situation ist, bei der man nicht eben Mal auf die Pause-Taste drücken oder auf Wikipedia die Handlung nachlesen kann. Wir sind mittendrin. Und nur weil man etwas nicht sehen kann, heißt es noch lange nicht, dass es nicht existiert.
Um diesen Beitrag aber auch noch eine positive Note zu geben, möchte ich hier ein paar Dinge auflisten, die ich nun im Vergleich zum ersten Lockdown anders machen würde, die nun noch mehr Bedeutung bekommen oder die ich gerne gewusst hätte:
- wenn du nicht arbeiten / zur Schule gehst: etabliere eine feste Tagesstruktur, eine Routine. Diese gibt nicht nur innere Sicherheit, sondern verhindert auch in ein depressives Loch abzustürzen.
- gehe raus an die frische Luft, auch wenn es nur für ein paar Minuten am Tag ist und supplementiere Vitamin D (vor allem jetzt, da die Sonne nicht scheint!)
- führe Tagebuch und halte deine Gedanken fest- so gerätst du nicht ins Grübeln
- suche dir ein neues Hobby oder probiere Neues aus, wie Kochen, Lesen,Backen, Malen oder Singen
- kümmere dich gut um deinen Körper in Form von ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und klassischer Körperpflege
- verabrede dich mit deinen Freunden via Skype, Facetime oder Whats App- live Unterhaltungen tun unheimlich gut
- halte dein Zimmer/Wohnung ordentlich und sauber, es wird dir ein gutes Gefühl geben
Pass auf dich und deine Liebsten auf und bleib gesund!
In diesem Sinne,
Elisa
0 Kommentare
Hi Du ❤
Ich freu mich über Deinen Kommentar.
Spam, Beleidigungen & (Eigen-)Werbung- darunter fallen Blogvorstellungen, Gewinnspiele und Anfragen zum Gegenseiten Folgen- werden aber gelöscht.
Also versuch es gar nicht erst ;)
Deinen Bloglink kannst Du aber natürlich dalassen- ich schaue gerne vorbei!